Wein Alkoholgehalt: Wie viel Prozent hat eigentlich Wein?

Wein Alkoholgehalt: Wie viel Prozent hat eigentlich Wein?

Wir alle wissen: Wein enthält Alkohol. Doch wie viel eigentlich. Der Alkoholgehalt unterscheidet sich zwischen den einzelnen Weinsorten und hängt von weiteren Faktoren ab. Nicht nur wir spüren den Alkohol nach dem Weingenuss. Dem Alkohol im Wein kommen weitere wichtige Funktionen zu. So ist Alkohol ein Aromaträger und kann den Weingeschmack intensivieren und gleichzeitig die Säure im Zaum halten. Erfahren Sie nun, wie viel Alkohol Wein besitzt und welche Faktoren den Alkoholgehalt im Rebensaft beeinflussen.

Wie kommt der Alkohol in den Wein?

Der Alkohol wird dem Wein nicht zugesetzt, sondern gelangt auf natürlichem Wege dorthin, nämlich durch den Fermentationsprozess. Der in den Trauben vorhandene Fruchtzucker wird durch Hefen, die auf den Traubenschalen vorkommen, in Alkohol und Kohlendioxid umgewandelt. Folglich kann aus besonders süßen Trauben ein Wein mit überdurchschnittlich hohem Alkoholgehalt entstehen.

Der Alkoholgehalt von Wein lässt sich in Volumenprozent angeben. Lesen Sie auf dem Etikett Vol.-%, wissen Sie, welcher Anteil des Weins reiner Alkohol ist. Wird zum Beispiel von einem Alkoholgehalt von 13 Vol.-% gesprochen, sind 13 Prozent des Rebensaftes reiner Alkohol.

Sie spüren die Volumenprozente auf der Zunge und Sie erkennen den Alkohol am Geschmack. Alkohol ist weiterhin als natürliches Konservierungsmittel bekannt. Weine mit einem höheren Alkoholgehalt halten sich länger. Gleichzeitig bringen sie aber auch mehr Kalorien mit.

Welche Faktoren haben Einfluss auf den Alkoholgehalt von Wein?

 

Wie viel Alkohol letztlich im Wein landet, wird von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. Bleiben die Trauben lange am Rebstock, steigt der Zuckergehalt. Trauben die lange reifen, sind süßer im Geschmack und der daraus entstandene Wein enthält mehr Alkohol.

Die einzelnen Rebsorten besitzen einen unterschiedlichen Zuckergehalt. Aus Trauben mit einem hohen Mostgewicht werden Beerenauslesen oder Eisweine hergestellt. Oft entsteht auch Riesling aus süßen Trauben. Aus Zinfandel-Trauben lassen sich vollmundige Rotweine mit angenehmer Restsüße herstellen.

Der Zuckergehalt im Wein wird auch durch das Klima, in dem die Trauben reifen, beeinflusst. Befindet sich der Weinberg in einer vom Klima begünstigten Region, reifen die Trauben schneller und entwickeln dabei mehr Zucker, was dem Endprodukt einen höheren Alkoholgehalt beschert.

Auch die Winzer selbst können eingreifen und mit unterschiedlichen Methoden und Techniken Einfluss auf die Fermentation und damit den Alkoholgehalt im Wein nehmen.

Der Alkoholgehalt verschiedener Weinsorten

Schauen wir uns nun die einzelnen Weine näher an und treffen eine Aussage zum ungefähren Alkoholgehalt.

Rotwein

Rotweine sind in der Regel kräftig und alkoholreich. Der Alkoholgehalt liegt in etwa zwischen zwölf und 15 Prozent. Bei besonders kräftigen Weinen kann auch ein höherer Wert erzielt werden.

Roséweine

Der Alkoholgehalt von Roséweinen liegt unter dem von Rotwein. Zwischen elf und 13 Volumenprozente ist hier die Regel.

Weißweine

Weißweine sind leichter als Rotweine und der Alkoholgehalt liegt bei etwa zehn bis zwölf Prozent. Edelsüße Weißweine können auch 14 und mehr Volumenprozente Alkohol enthalten.

Schaumweine

Bei Sekt, Champagner oder Prosecco schwankt der Alkoholgehalt zwischen zehn und zwölf Prozent.

Süßweine

Bei Dessert- oder Eisweinen ist der Zuckergehalt der Ausgangstrauben besonders hoch. Ein Alkoholgehalt von bis zu 20 Prozent ist hier durchaus möglich.

Wie viel Volumenprozente kann ein Wein maximal erreichen?

 

Wie bereits erwähnt, ist der Alkohol im Wein das Produkt der natürlichen Gärung. Da die Trauben nur eine überschaubare Menge an Zucker enthalten, sind auch dem Alkohol Grenzen gesetzt. Bei etwa 15 Prozent liegt die Obergrenze des möglichen Alkoholwertes.

Natürlich gibt es Ausnahmen und Sie werden auch hin und wieder auf Weine mit einem höheren Alkoholgehalt stoßen. Hierbei kommen besondere Verarbeitungsmethoden zur Anwendung. So entsteht der in Italien hergestellte Amarone Wein aus vor der Pressung getrockneten Trauben, die weniger Wasser, aber dafür mehr Zucker enthalten.

Bei Sherry oder Portwein wird Ihnen sofort der höhere Alkoholgehalt auffallen. Diese Volumenprozente werden durch die Zugabe von Alkohol erreicht. Diese Methode ist bei der klassischen Weinherstellung nicht üblich.

Alkohol und Weingeschmack

 

Sie können einen Wein trocken, halbtrocken oder lieblich bekommen. Diese Beschreibung bezieht sich vorrangig auf den Gehalt an Restzucker. Doch auch der Alkohol bestimmt diese Weinsorten.

Den höchsten Alkoholgehalt erzielen trockene Weine. Während der Fermentation wird beinahe der gesamte in den Trauben vorhandene Zucker zu Alkohol. Bis zu 14 Volumenprozente sind hier durchaus üblich.

Bei halbtrockenen Weinen wurde nur ein Teil Zucker fermentiert. Der Alkoholgehalt liegt mit zehn bis zwölf Volumenprozenten Alkohol im mittleren Bereich. Bei lieblichen Weinen wurde ein größerer Teil des Zuckers nicht fermentiert. Dies hat den geringsten Alkoholgehalt unter den Weinsorten zur Folge. Ein Alkoholanteil von acht bis elf Prozent ist für liebliche Weine realistisch.

Wein und Alkohol – ein komplexes Thema mit vielen einzelnen Faktoren. Ein Wein mit einem hohen Alkoholgehalt muss nicht unbedingt besser schmecken als Rebensaft mit weniger Alkohol. Finden Sie Ihren Lieblingswein bei Ruppert und schauen Sie dabei nicht nur auf die Volumenprozente.                        

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