Müller-Thurgau

Müller-Thurgau-Weine sind gut trinkbare, unkomplizierte Alltagsgetränke. Die Rebe ist bedeutend für den deutschen Weinbau und nimmt in Bayern etwa ein Viertel aller Rebflächen ein.

Der Müller-Thurgau ist ein trinkfreudiger Weißwein mit einer häufig nussigen Note. Die Trauben sind auch als Rivaner bekannt. Ursprünglich ging man davon aus, dass es sich um eine Kreuzung aus Silvaner und Riesling handelt. Gentechnische Untersuchungen haben aber ergeben, dass der Müller-Thurgau aus den Rebsorten Riesling und Madeleine Royale entstanden ist.

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Wissenswertes

Müller-Thurgau – erfolgreiche Neuzüchtung 

Müller-Thurgau und seine Geschichte

Der Müller-Thurgau führt nach dem Riesling die Rangliste der beliebtesten Weißweine in Deutschland an. Die Rebe entstand 1882 durch eine Kreuzung von Riesling und Madeleine Royale. Die entscheidenden Kreuzungsversuche wurden von Herrmann Müller in der Forschungsanstalt Geisenheim unternommen. Da sich Müller bei den verwendeten Rebsorten unschlüssig war, wurde lange der Silvaner als potenzielles Elternteil angenommen. Erst 1998 konnten Wissenschaftler aus Österreich diesen Irrtum aus der Welt schaffen.

1999 wurde Madeleine Royale von der Bundesanstalt für Züchtungsforschung als Kreuzungspartner definiert. Bei der Rebe selbst handelt es sich um eine Kreuzung aus Trollinger und Pinot.

Müller-Thurgau und sein Charakter

Der Müller-Thurgau präsentiert sich als eine der facettenreichsten Rebsorten überhaupt. Spritzig, blumig, frisch, salzig, säurebetont – Sie erhalten einen Wein, dem nur wenige Grenzen gesetzt werden.

Typisch für Müller-Thurgau ist eine ausgeprägte Säurestruktur. Der Duft von Zitrusfrüchten, Rosenblüten und Pfirsich steigt Ihnen unmissverständlich in die Nase. Ein Müller-Thurgau gehört einfach ins Haus und erweist sich als idealer Speisenbegleiter.

Müller-Thurgau – in Deutschland zu Hause

Müller-Thurgau wird in Deutschland großflächig angebaut. Spitzenreiter dabei ist Rheinhessen mit einer Anbaufläche von 3.834 Hektar. Auch in Baden können die Trauben vom milden Klima und den vielschichtigen Böden profitieren. Hier sind 2.160 Hektar mit Müller-Thurgau-Reben bestückt. In der Pfalz ist die Rebsorte auf 1.591 Hektar Fläche heimisch und ein wahrer Klassiker. In Franken konnte sich Müller-Thurgau zur wichtigsten Weißweinsorte etablieren und wird auf 1.375 Hektar Fläche angebaut.

Müller-Thurgau international

In Österreich ist Müller-Thurgau nach dem Grünen Veltiner die zweitwichtigste Weißweinsorte. Das Hauptanbaugebiet liegt in der sonnenverwöhnten Steiermark. Auch in der Schweiz ist die Rebsorte weit verbreitet und wird vorrangig in Graubünden oder dem Thurgau angebaut. Der Facettenreichtum der Weinsorte wird auch von Winzern in Ungarn, Italien oder Tschechien geschätzt.

Müller-Thurgau – ein Schluck Bodenständigkeit

Bei einem Müller-Thurgau weiß der Weinkenner, was er hat. Ein Müller-Thurgau landet gern im Glas, ohne sich selbst adeln zu müssen. Das leicht muskatartige Bukett und der relativ geringe Alkoholgehalt machen einen Müller-Thurgau zu einem idealen Alltagswein. Trocken und halbtrocken ausgebaut, ist der Wein eine passende Begleitung zu einem einfachen, deftigen Essen.

Servieren Sie Eierspeisen, Gerichte mit Käse, kräftige Suppen oder Aufläufe, kann der Müller-Thurgau ohne Bedenken ins Glas. Auch zu Kochschinken oder Gerichten mit Hühnerfleisch können Sie Müller-Thurgau einschenken. Ein Geheimtipp ist der Weißwein auch zu Forelle und anderen Süßwasserfischen.

Müller-Thurgau – eine unkomplizierte Einladung 

Müller-Thurgau möchte von Ihnen entdeckt werden. Bei den meisten Rivanern handelt es sich um harmonische und vollkommen unkomplizierte Weine für einen gemütlichen Abend oder ein Essen mit Freunden. Leichten Speisen kann sich der Müller-Thurgau gut anpassen. Der leichte Wein ist gut bekömmlich und sollte möglichst jung getrunken werden. Ältere Weine büßen ihre aromatische Vielfalt ein. Prädikatsweine aus Rivaner-Trauben sollten Sie innerhalb von fünf Jahren genießen.

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Fragen und Antworten rund um Müller-Thurgau

Wie ist die Rebsorte entstanden?

Müller-Thurgau ist eine Kreuzung von Riesling und Madeleine Royale. Über lange Zeit wurde fälschlicherweise angenommen, dass Riesling und Silvaner miteinander gekreuzt wurden. Gezüchtet wurde die Rebsorte von Professor Hermann Müller, der aus dem  Schweizer Kanton Thurgau stammt.

Wie schmeckt Müller-Thurgau?

Müller-Thurgau ist ein fruchtiger Wein mit einem niedrigen Säuregehalt und einer blumigen Note. Oft lässt sich ein leichter Muskatton schmecken. Der süffige Wein ist ideal für Einsteiger. Die florale Note kann als Markenzeichen des Weins angesehen werden. Oftmals erinnert Müller-Thurgau durch Nuancen von Akazie oder Holunder an Parfüm.

Seit wann wird Müller-Thurgau angebaut? 

Die erste Veredlung der Trauben fand 1901 statt. Erste Weinlagen gab es bereits 1903. 1913 gelangte die Müller-Thurgau-Rebe nach Deutschland. Die weitere Verbreitung wurde maßgeblich durch den Schmuggel junger Reben über den Bodensee im Jahre 1925 beeinflusst. Seit den 1930er Jahren wird Müller-Thurgau in allen deutschen Weinanbaugebieten kultiviert. 1956 erfolgte die saatgutrechtliche Eintragung. 

Wo sind die Hauptanbaugebiete von Müller-Thurgau?

Die größte Anbaufläche für Müller-Thurgau in Deutschland befindet sich in Rheinhessen und liegt bei 3.834 Hektar. Das zweitgrößte Anbaugebiet ist Baden mit 2.160 Hektar Rebfläche. In Franken ist Müller-Thurgau die zweit wichtigste Weißweinsorte und wird auf 1.375 Hektar Fläche angebaut. Auch an der Mosel spielen die Trauben eine wichtige Rolle.

Wozu passt Müller-Thurgau?

Müller-Thurgau ist der ideale Begleiter für die leichte Küche. Der Wein harmoniert sehr gut mit Zander, Forelle und anderen Fischgerichten. Geflügelfleisch ergänzt den Geschmack von Müller-Thurgau optimal. Vegetarier servieren den Wein zu Salaten, Gemüse- oder Pilzgerichten. Auch die exotische Küche mit ihren milden Gewürzen findet im Müller-Thurgau einen idealen Begleiter.