Die häufigsten Fehler beim Wein lagern zuhause

Die häufigsten Fehler beim Wein lagern zuhause

Weinliebhaber sitzen ungern auf dem Trockenen. Der passende Wein sollte parat sein, wenn sich Freunde für die Gartenparty ankündigen, wenn der Sonntagsbraten nach der passenden Begleitung sucht oder wenn ein guter Tropfen einen besonderen Moment noch unvergesslicher machen soll. Wenn Sie Weine auf Vorrat kaufen, müssen Sie auf die richtige Lagerung achten, damit das Geschmackserlebnis erhalten bleibt und Sie beim Öffnen der Flasche keine böse Überraschung erleben.

Wein lagern – diese Fehler sollten Sie vermeiden

Damit Sie Ihre Weinvorräte unbeschwert genießen können, kommt es auf die richtige Aufbewahrung an. Nur wenn Weine richtig lagern, bewahren sie ihre Qualität und entwickeln ihr volles Aroma. Kräftige Rotweine oder ein edelsüßer Riesling sind gut lagerfähig und entfalten ihr volles Potenzial oft erst nach Jahren. Nur durch optimale Lagerbedingungen kann der Reifeprozess unterstützt werden. Auch für die kurzfristige Weinlagerung gelten einige Grundregeln.

Die häufigsten Fehler bei der Weinlagerung betreffen die Temperatur. Wer hier einen Fehler macht, wird es mit Weinen die schnell altern und an Geschmack einbüßen zu tun bekommen. Wichtig ist auch eine konstante Temperatur. Temperaturschwankungen versetzen den Wein in Stress. Ein großer Feind von Wein in Weißglasflaschen ist Sonnenlicht. Eine geringe Luftfeuchtigkeit schadet dem Wein ebenso wie eine aufrechte Lagerung manchen Flaschen zum Feind werden kann.

Wein lagern – die richtige Temperatur

Weine haben mit der Hitze ihren wohl größten Feind gefunden. Lagern Sie Weine wärmer als 20 Grad Celsius, reifen Sie schneller und verlieren an Geschmack und Aroma. Die ideale Lagertemperatur für Weine wird mit zwölf bis 14 Grad Celsius angegeben. Achten Sie auch darauf, dass die Temperatur relativ konstant bleibt. Herrschen in einem ungeheizten Raum im Winter zum Beispiel nur acht Grad Celsius und heizt sich dieser im Sommer auf 22 Grad Celsius auf, wäre dies keine optimale Lagerung.

Wein im Kühlschrank lagern – geht das?

Für die kurzfristige Lagerung dürfen ungeöffnete Flaschen Weißwein, Schaumwein oder Rosé im Kühlschrank aufbewahrt werden. Über einige Wochen spricht nichts dagegen. Im Sommer kann es eine gute Alternative sein, die Frische der Weine zu erhalten. Geöffnete Rotweine bleiben im Kühlschrank zwei bis drei Tage frisch. Offene Weißweine lassen sich drei bis fünf Tage lagern. Für die langfristige Lagerung ist der Kühlschrank allerdings keine Option. Die Temperaturen sind zu niedrig. Hinzu kommen die durch das Öffnen und Schließen des Kühlschrankes ausgelösten Temperaturschwankungen.

Wein und Luftfeuchtigkeit

Lange Zeit war es üblich, Wein nicht unter einer Luftfeuchtigkeit von 70 Prozent zu lagern. Heute gelten Luftfeuchten zwischen 50 und 80 Prozent als ideal. Eine höhere Luftfeuchte sollte nicht herrschen, da sich sonst am Korken Schimmel bilden kann und auch die Etiketten darunter leiden. Die Luftfeuchtigkeit lässt sich durch Wassergefäße im Raum oder durch das Aufstellen von Luftentfeuchtern entsprechend regulieren.

Weine richtig lagern – stehend oder liegend?

Weine, die mit einem Naturkork verschlossen sind, sollten Sie nicht stehend aufbewahren. Ansonsten trocknet der Korken aus, schrumpft und lässt Luft in die Flaschen eindringen. Naturkorken sollten immer in Kontakt mit dem Wein bleiben. Ist der Wein mit einem Schraubverschluss versehen, können Sie die Flaschen auch stehend lagern. Auch synthetische Korken benötigen keine Feuchtigkeit und können stehend aufbewahrt werden.

Weine brauchen Ruhe

Sind die Weine häufigen Erschütterungen ausgesetzt und werden permanent bewegt, kann der Reifeprozess gestört und die Ablagerung von natürlichen Sedimenten beeinträchtigt werden. Ist der Wein in seinem Gleichgewicht gestört, erkennen Sie dies häufig an einer Eintrübung des Getränks. Wiederkehrende Erschütterungen lassen den Wein schneller reifen. Unnötige Bewegungen vermeiden Sie, indem Sie den Wein auf festen Regalböden oder in speziellen Holzstiegen aufbewahren.

Sonne oder nicht?

UV-Strahlen lassen die Weine schneller reifen. Daher wurde schon vor Jahrhunderten damit begonnen, die Weine in farbige Glasflaschen abzufüllen. Dadurch werden Schäden durch Lichteinwirkung weitgehend verhindert. Herkömmliche Glühbirnen schaden den Weinen nicht. Lediglich die Etiketten können nach längerer Lagerzeit an Farbe verlieren. 

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