Wie man einen guten Wein erkennt – so geht’s
Sie möchten sich wieder einmal eine gute Flasche Wein schmecken lassen, sich selbst ein Glas einschenken oder den Weingenuss mit anderen teilen? Gute Weine lassen sich an verschiedenen Kriterien erkennen. Wichtig ist auch, für welchen Anlass Sie den Wein auswählen und ob er für sich allein stehen oder ein leckeres Essen begleiten soll. Letztlich lässt sich über Geschmack immer streiten. Ein guter Wein muss Ihnen schmecken. Auf dem Weg dorthin möchten wir Ihnen einige Ratschläge mit auf den Weg geben.
Qualität, die auf der Flasche steht – der Blick aufs Etikett
Die Aufmachung einer Weinflasche verrät leider wenig über die Qualität. Schauen Sie sich dagegen das Etikett an, erfahren Sie mehr, denn in Europa ist genau geregelt, was dort vermerkt sein muss.
Das Etikett kann als Visitenkarte des Weines bezeichnet werden. Sie erfahren auf einen Blick, um welchen Jahrgang es sich handelt, welche Rebsorte verwendet wurde und wo die Trauben herkommen. Weiterhin werden Sie über den Alkoholgehalt und mögliche Zusatzstoffe informiert und wissen, ob Sie sich vielleicht bald einen trockenen, einen feinherben, einen halbtrockenen oder einen lieblichen Rebensaft einschenken.
Die Herkunft der Trauben
Einen wertvollen Hinweis auf die Qualität des Weines gibt die Herkunft der Trauben. In Deutschland hat der Verein Deutscher Prädikatsweingüter eine einheitliche Klassifikation beschlossen. Dadurch wird es möglich, die Herkunft der Trauben relativ genau zu bestimmen.
Dabei tauchen verschiedene Begriffe auf. Was Sie in der Flasche erwartet, kann an Bezeichnungen wie Gutswein, Ortswein oder Lagenwein definiert werden. Gutsweine sind einfache und unkomplizierte Alltagsweine, Bei einem Ortswein wissen Sie genau, wo die Trauben herstammen. Sie erhalten auch Informationen zu Klima oder Bodenbeschaffenheit. Lagenweine sind der ganze Stolz der Winzer. Die Trauben stammen aus Toplagen und werden besonders sorgfältig verarbeitet.
Auf den Geschmack kommt es an
Ist der Wein nun gut oder schlecht? Keine Angst, Sie müssen kein umfangreiches Weinwissen mitbringen, um herauszufinden, welchen Wein Sie gut finden und Ihren Gästen demnächst servieren wollen. Vertrauen Sie Ihrer Nase und Ihrem Gaumen.
Erfahrene Weinverkoster machen es nicht anders, verfolgen dabei aber ein bestimmtes Schema. Möchten Sie Weine wie ein Profi verkosten, verschaffen Sie sich zunächst einen optischen Eindruck. Wie sieht der Wein aus? Ist er klar, eher blass oder besonders farbintensiv? Junge Weißweine sind zartgelb, ältere können auch bernsteinfarbig aussehen. Rotweine sind in der Jugend violett. Erscheint am Rand des Glases ein Braunton, wissen Sie, dass der Wein schon etwas älter ist. Das Bouquet verrät viel über den Wein. Duftet der Wein eher fruchtig, blumig oder würzig? Jetzt dürfen Sie kosten. Schmeckt der Wein süß oder ist der trocken? Nimmt der Alkohol eine dominante Rolle ein? Sind die Tannine weich oder eher hart und wie gestaltet sich der Abgang? Wie lange können Sie den Wein auf der Zunge spüren?
Qualitätsweine bei Ruppert
Ein guter Wein ist ein kleines Kunstwerk. Sind alle Details stimmig, kann ein harmonisches Ganzes entstehen, welches Sie mit allen Sinnen genießen können. Ein guter Wein besitzt Struktur und zeigt vielfältige Facetten. Ob er leicht, kraftvoll, süß oder trocken daherkommt, bleibt reine Geschmackssache.
Bei Ruppert bieten wir Ihnen eine umfangreiche Auswahl an hochwertigen Weinen, die allen Geschmäckern gerecht werden. Probieren Sie unseren intensiv fruchtigen Spätburgunder mit seinen rauchigen und vanilligen Nuancen. Schenken Sie sich einen Domina ein, überwiegt die Frucht und der süßliche Abgang schmeichelt dem Gaumen. Unser feinfruchtiger Gewürztraminer beeindruckt mit blumigen und exotischen Aromen. Der trockene Riesling verrät den Anbau auf Muschelkalk und überrascht mit Aromen von Aprikose und Pfirsich.
Gute Weine in Preis und Leistung
Weine finden Sie in allen Preisklassen. Aber ist was teuer ist auch wirklich gut und sind günstige Weine immer schlecht? Wie bei anderen Produkten auch der Fall, bezahlen Sie beim Weinkauf auch den Namen und die handwerkliche Leistung. Für einen industriell hergestellten Wein müssen Sie weniger zahlen als für handverlesene Weine vom Winzer, die nur in kleinen Mengen auf den Markt kommen.
Sie müssen also auch herausfinden, was Sie bereit sind, für einen guten Wein zu bezahlen. Für einen besonderen Anlass werden Sie eher bereit sein, sich eine hochpreislichere Flasche zu gönnen. Laden Sie zu einer Party mit vielen Gästen ein, müssen größere Mengen bevorratet werden und ein günstiger Preis rückt hierbei in den Fokus.
Weine finden Sie im Supermarkt bereits für fünf Euro. Mittelklasse-Weine kosten um zehn Euro. Für den besonderen Schluck werden Sie zwanzig Euro und mehr zahlen. Das Alter des Weines ist übrigens nicht immer ein Kriterium dafür, ob der Wein nun gut oder schlecht ist. Es gibt Weine, die jung am besten schmecken und Weine, die erst mit entsprechender Reife ein Genuss sind. Vertrauen Sie Ihrem Geschmack und finden Sie Ihren Lieblingswein.
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Über den Autor
Stefan Ruppert
Inhaber und Winzer, Weingut Ruppert
Stefan Ruppert führt das Weingut Ruppert in Hammelburg seit 2017 gemeinsam mit seinem Bruder Matthias. Seine Winzerlehre an der Städtischen Weinkellerei Schloss Saaleck schloss er als Jahrgangsbester ab, danach folgte die Technikerschule für Weinbau und Kellerwirtschaft in Veitshöchheim. Erfahrung sammelte er in Baden, in Österreich und bei Framingham in Neuseeland, bevor er elf Jahre als Weinbautechniker im Weingut Baldauf arbeitete. Sein Thema ist Frankenwein aus biologischem Anbau, direkt vom Winzer.
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