Weingeschmack: von trocken & fruchtig bis lieblich

Weingeschmack: von trocken & fruchtig bis lieblich

Sie trinken gern Wein? Einige Weine schmecken Ihnen besonders, wieder andere eher nicht. Der Weingenuss ist ein Erlebnis für alle Sinne. Sie können einen Wein riechen, auf der Zunge spüren und natürlich schmecken. Mit unseren Tipps und Informationen möchten wir Sie auf den Geschmack bringen, den Rebensaft noch genauer unter die Lupe zu nehmen.

Welche Geschmacksrichtungen gibt es?

Verlassen wir uns auf unsere Zunge, unterscheiden wir sechs verschiedene Geschmacksrichtungen:

  • süß
  • sauer
  • salzig
  • bitter
  • umami
  • fett

Die Süße wird durch den Anteil an Zucker und Fruchtzucker definiert. Wein- und Zitronensäure bestimmen den Säuregehalt von Wein. Befinden sich im Wein viele Mineralstoffe, schmecken wir etwas Salziges heraus. Tannine kommen hauptsächlich in Rotwein vor und machen die Weine bitter. Umami und Fett sind Geschmacksrichtungen, die in Wein eher selten vorkommen.

Wonach schmeckt Wein eigentlich?

Eine allgemeine Weingeschmack-Beschreibung führt zu einer Mischung aus fruchtigen, blumigen und würzigen Geschmacksnoten. Die Ausprägung des Geschmacks hängt auch von der Rebsorte, dem Anbaugebiet und der Reifezeit ab. Wird der Wein in Holzfässern gelagert, lassen sich intensivere Geschmäcker erzielen. Der Wein schmeckt dann häufig nach Kaffee, Rauch oder Vanille. Befassen Sie sich intensiver mit dem Weingeschmack, werden Sie feststellen, dass jeder Wein anders schmeckt. Dies lässt sich auch auf die Balance von Süße, Säure und Alkohol zurückführen.

Folgende Aromen lassen sich häufig wahrnehmen:

  • Fruchtige Aromen: Früchte können besonders intensive Aromen mitbringen. Im Wein schmecken Sie häufig rote Beeren und dunkle Früchte heraus. Neben Erdbeere, Pflaume, Kirschen oder Brombeeren sind auch exotische Aromen von Ananas, Aprikose oder Maracuja häufiger anzutreffen.
  • Blumige Aromen: Schmeckt der Wein süßlich und leicht blumig, sind Aromen von Veilchen, Rosen oder Jasmin im Spiel.
  • Würzige, pflanzliche Aromen: Kräuter und Gewürze wie Thymian, Anis, Nelken oder Pfeffer geben dem Wein ebenfalls Geschmack. Häufig sind auch Aromen von frisch gemähtem Gras zu finden.

Weingeschmack-Beschreibung: von feinherb bis süß

Haben Sie schon einmal vor dem Weinregal im Supermarkt gestanden und sich gefragt: Wie schmeckt dieser Wein eigentlich? Ein Blick auf das Etikett gibt nur bedingt Auskunft. Die verschiedenen Geschmacksbezeichnungen sind laut Weinrecht vorgegeben. Sie zählen aber nicht zu den Pflichtangaben auf Weinflaschen.

Diese Geschmacksrichtungen sind rechtlich definiert:

Trocken

Ein trockener Wein darf nicht mehr als vier Gramm Restzucker pro Liter aufweisen. Auch ein Wein, der pro Liter bis zu neun Gramm Restsüße besitzt, kann als trocken gelten. Entscheidend ist hierbei auch der Gehalt an Säure. Trockener Wein darf bis zu vier Gramm pro Liter Restzucker oder Säure enthalten, zuzüglich zwei bis maximal neun Gramm Restzucker pro Liter.

Halbtrocken

Bei einem halbtrockenen Wein ist der Gehalt an Restsüße oder Säure auf zwölf Gramm pro Liter beschränkt. Hinzu kommen zehn bis maximal 18 Gramm pro Liter Restzucker.

Lieblich und süß

Das Weinrecht macht einen Unterschied zwischen einem lieblichen und einem süßen Wein. Liebliche Weine besitzen bis zu 45 Gramm Restzucker pro Liter. Ab einem Restzuckergehalt von 45 Gramm pro Liter darf sich ein Wein süß nennen.

Feinherb

Feinherbe Weine werden vom Weinrecht nicht eindeutig definiert. Schmeckt ein Wein feinherb, bewegt er sich geschmacklich zwischen einem halbtrockenen und einem lieblichen Wein.

Fruchtig

Schmeckt der Wein fruchtig frisch, ist er meist ein beliebtes Sommergetränk. Die Weine sind unkompliziert und leicht trinkbar. Sie werden zu allen Gelegenheiten aufgetischt. Der Gehalt an Restsüße macht fruchtige Weine zu idealen Begleitern von Süßspeisen und Desserts.

Edelsüß

Edelsüße Weine sind kleine Schätze. Sie sind gut für die Lagerung geeignet und eignen sich bestens als Geschenk für Weinliebhaber. Diese Weine können durchaus einen Restzuckergehalt von mehr als 100 Gramm pro Liter besitzen.

Die besten Tipps für die Beurteilung des Weingeschmacks

Möchten Sie den Wein fachgerecht beurteilen, greifen Sie zu einem farblosen Weinglas. Dann können Sie das Aussehen des Weins am besten erkennen. Damit sich die Aromen des Weins besser entfalten können, schenken Sie das Glas nur zu etwa einem Drittel ein. Die Aromen des Weins setzen sich am besten frei, wenn das Glas leicht geschwenkt wird.

Um den Geschmack richtig zu beurteilen, trinken Sie den Wein in kleinen Schlucken und behalten Sie das Getränk vor dem Schlucken einige Zeit im Mund. Wenn Sie Ihren Geschmack schulen möchten, probieren Sie mehrere Weine nacheinander und sensibilisieren Sie sich für die unterschiedlichen Aromen und Geschmacksrichtungen.

Weine bei Ruppert – unsere Geschmacksempfehlungen

Abschließend möchten wir Ihnen einige Weine aus unserem Sortiment empfehlen.

Hier kommen Sie garantiert auf den Geschmack:

Trockene Weine

  • Bacchus (schmeckt fruchtig, nach exotischen Früchten)
  • Riesling (fruchtige Aromen von Aprikose und Pfirsich, kräftig im Abgang)
  • Ethos No.3 Silvaner (fruchtig, nach reife Birne und Apfel)
  • Merlot (kräftig, nach reifen roten Früchten)

Feinfruchtige Weine

Edelsüße Weine

  • Optima (sehr süß, nach Trockenfrüchten und Rosinen)
  • Silvaner (Nuancen von Feige und Dattel, milder Abgang)             
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